Fritz und Hildegard Heuser hatten 3 Töchter:
1. Hildegard Heuser, geb. 07. Dezember 1924 in Kassel. Sie studierte in Würzburg Medizin und schloss ihr Studium am 23.06.1951 mit der Promotion zum Dr. med. ab. Sie war seit dem 16. Juni 1951 mit dem Siebenbürger Sachsen Dr. med. Helmuth Schulleri, geb. 3. Dezember 1922 in Schäßburg/Rumänien, gest. 01.Januar 2004, Sohn des Kaufmanns Georg Schulleri und dessen Ehefrau Frieda, geb. Lutsch, verheiratet. Sie lebten im Hause der Eltern Heuser in Kassel-Wilhelmshöhe, Neckarweg 13. Helmuth Schullerie betrieb als Facharzt für Innere Medizin eine Praxis, sie arbeitete zuletzt bis zu ihrer Pensionierung als Medizinaldirektorin beim Regierungspräsidium Kassel.
Kinder:
– Gabriele Schulleri, geb. 10. März 1954, gest. 29. Oktober 1954 in Kassel.
– Dr. Friedrich (Fritz) Werner Georg Schulleri, geb. 30. September 1956 in Kassel. Er studierte in Göttingen Agrarwissenschaften und schloss das Studium mit der Promotion ab. Promotion zum Dr. sci. agr. 1989. Von 1990 bis 2016 Arbeit in der deutschen Technischen Zusammenarbeit in Afrika und im Nahen Osten. Zuletzt Regionalkoordinator südliches Afrika, Regionalleiter West Afrika, Komponentenleiter Ägypten, Landesdirektor Niger. Er lebt jetzt mit seiner Familie in Berlin, um den beiden jüngsten Kindern ein deutsches Abitur zu ermöglichen und arbeitet in der Integrationsberatung Brandenburger Schulen. Sie haben 3 leibliche Kinder ( Paul geb. 02.04.1983; Zora geb. 02.06.1996, Lino geb 16.6.2005 und ein Adoptivsohn, geb. 26.02.2001).
– Susanne Hildegard Schulleri, geb, 5. August 1958 in Kassel. Sie studierte in Göttingen romanische Philologie und arbeitet als Journalistin in Kassel. Sie hat inzwischen ihr Elternhaus abgegeben und lebt in Lübeck. Mit ihrem geschiedenen Mann (Seidenfaden) hat sie insgesamt 3 Kinder und 1 Enkelkind:
Helena Hildegard Swiderski (geb. Seidenfaden), geboren am 4.8.1984 (eine Enkelin Hailey Renae, geb. 22.01.2014) sie leben in Tucson/Arizona.
Maximilian Seidenfaden, geboren am 31.12.1985, Volontariat beim Weser-Kurier Bremen, Studium der internationalen Kommunikationswissenschaften in Hildesheim und Trondheim, Redakteur, er lebt in Hamburg.
Antonia Sophia Seidenfaden, geb. am 17.06.1992, Studium Tourismus-Management in Leeuwarden, Port Elizabeth und Edinburgh mit Master-Abschluss, er lebt in Amsterdam.
2. Liesel Heuser, geb. 14. Mai 1928 in Kassel; sie studierte von 1947 bis 1951 an der Universität Gießen Agrarwissenschaften, übte aber nach ihrem Staatsexamen nur kurze Zeit eine berufliche Tätigkeit aus. Sie war seit 1952 verheiratet mit Klaus-Dietrich Wilson, geb. 7. Mai 1926 in Zwickau, gest. 8. Januar 1977 in Aerdenhout/Niederlande, Sohn des Bergwerksdirektors Dipl.-Ing. Peter Arnold Wilson und dessen Ehefrau Margarete, geb. Freiin v. Teubern. Dieter, wie er gerufen wurde, und Liesel Wilson lebten von 1970 bis1974 in Südafrika; zuletzt war Dieter Wilson Leiter des Gesamtvertriebs Niederlande der Firma Höchst Holland N.V. in Amsterdam. Nach dem Tode ihres Mannes zog Liesel Wilson wieder nach Kassel-Wilhelmshöhe und lebt dort in ihrem Hause Zeche-Marie Weg 13. Nach der Geburt ihrer Enkel zog sie in die Nähe ihrer Tochter und lebte zunächst in Veitshöchheim und bis heute in München.
Kinder:
– Andrea Wilson, geb. 4. Mai 1953 in Kassel; sie studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Anglistik an den Universitäten Johannesburg (Südafrika) und Göttingen, wo sie im Juni 1978 über den Maler Christian Schad zum Dr. phil, promovierte. Nach einem Volontariat an der Hamburger Kunsthalle und der Leitung des Ernst-Barlach-Hauses in Hamburg arbeitete sie als freiberufliche Dozentin an der Münchner LMU sowie von 2004 bis 2015 als Expertin im Kunstauktionshaus Karl & Faber. Am 23. Februar 1977 heiratete sie den Chemiker und Mediziner Dr. rer. nat. Dr. med. Jürgen Heesemann, geb. 26. November 1948 in Kassebruch b. Bremen, Sohn des Hans Heesemann und dessen Ehefrau Rosel, geb. Bujar. Ein Sohn Justin Heesemann, geb. 30. Oktober 1980 in Hamburg (zwei Enkel: Johanna Ada, geb. 20016 und Julian Konrad, geb. 2018) und drei Töchter: Leonie Charlotte, verh. Büll, geb. 25. März 1982 in Hamburg (drei Enkel: Niklas Nepomuk, geb. 2012, Paula Henriette, geb. 2015 und Mathilda, geb. 2017), Friederike, geb. 22. November 1988 in Hamburg (ein Enkel: Federik Elias, geb. 2018) und Esther Luise, geb. 5. März 1990 in Würzburg.
– Peter Niklas Wilson, geb. 30. Mai 1957 in Hamburg, er studierte Musikwissenschaften an den Universitäten von Göttingen und Hamburg und schloss das Studium mit der Promotion ab. Anschließend unterrichtete er als Teilzeitprofessor für Jazzgeschichte an der Musikhochschule Hamburg und als Privatdozent am dortigen musikwissenschaftlichen Institut. Als Kontrabassist arbeitete er u.a. mit Fred Frith, Marion Brown, Gene Coleman, Vinko Globokar, Barry Guy, Peter Kowald, Evan Parker, Keith Rowe, Derek Bailey, Anthony Braxton, Malcolm Goldstein, David Malazonia, John Tchicai und Daniel Ott und ist als Sideman auf mehr als fünfzig Alben zu hören. Peter Niklas Wilson ist Autor zahlreicher musikwissenschaftlicher Publikationen, so schrieb er Monographien über Ornette Coleman, Sonny Rollins, Anthony Braxton und Miles Davis und das Buch „Hear and Now. Gedanken zur improvisierten Musik“ (1999). Außerdem verfasste er Beiträge für zahlreiche Rundfunkanstalten und Tageszeitungen. Er verstarb am 26.10.2003.
– Ursula Heuser, geb. 20. Januar 1935 in Kassel, gest. 6. März 1947 in Treysa.
5.2.3 Gustav Heuser, der 2. Sohn von Julius und Anna Heuser, wurde am 16. Januar 1897 in Kassel geboren. Er war in 1, und 3. Ehe verheiratet mit Ilse Fiege, geb. 3, März 1904 in Magdeburg, natürliche Tochter der am 29.3.1904 im Alter von 17 Jahren gestorbenen Martha Fiege, Adoptivtochter des Kaufmanns Gustav Fiege (des Bruders ihrer Mutter) und dessen Ehefrau Katharina Müller. Die am 4. Februar 1928 in Hannover geschlossene Ehe wurde am 24, April 1943 vom Landgericht Hannover geschieden. In 2. Ehe war Gustav Heuser von 1943-1945/46 (?) mit einer der Familie unbekannt gebliebenen Frau verheiratet. 1946 heiratete Gustav Heuser seine erste Frau und Mutter seiner beiden Söhne wieder; diese Eheschließung nach Ende des 2. Weltkrieges wurde von wirtschaftlichen Interessen bestimmt. Gustav Heuser war nach wie vor Teilhaber der Firma seines Schwiegervaters Gustav Fiege, der Gummiwarengroßhandlung Gebr. Fiege in Hannover. Nach dem Kriege hätte es für Gustav Heuser eine andere Existenz- und Erwerbsmöglichkeit gegeben. Diese Ehe endete mit dem Freitod von Ilse Heuser am 10. Juli 1949 – körperlich und seelisch zerbrochen, mochte und konnte sie nicht mehr leben. Auf ihrem Grabstein auf dem Engesohder Friedhof in Hannover steht geschrieben: „Ihr Leben war Liebe und Leid“.
In 4, Ehe war Gustav Heuser seit dem 13. Juni 1951 mit Marga Kohring, geb. Becker, geb. 9, Juni 1915 in Hannover, gest. 25.04.2005 in Hannover, Tochter des Hermann Becker und der Marie Kuwatsch, kinderlos verheiratet.
Als Kriegsfreiwilliger trat Gustav Heuser nach wegen des Kriegsausbruches vorzeitig abgelegtem Abitur 1914 in die Armee ein; die Kämpfe in Flandern machte er als Melder mit, bis er im Frühjahr 1915 seinem Wunsche entsprechend als Seekadett zur Kaiserlichen Marine überwechselte, Mit der Revolution im November 1918, dem Ende des 1. Weltkrieges und des Deutschen Kaiserreiches endete auch seine berufliche Laufbahn als Marineoffizier, er wurde als Leutnant zur See entlassen. Er begann daraufhin an der Universität Marburg ein Medizinstudium, wurde aktiv bei der Burschenschaft Alemannia, beteiligte sich mit dem Marburger Studentenkorps an der Niederschlagung des Spartakus-Aufstandes in Thüringen (1920) und brach ohne