Die Rodenberger Linie

4. Amelie Heuser, geb. 15. März 1865 in Rodenberg, gest. 19. Oktober 1957 auf Gut Neelhof bei Rinteln a,d. Weser. Sie war seit dem 15. Februar 1889 mit dem Amtsgerichtsrat Gustav Reimerdes verheiratet (geb. 27. Juli 1859 in Fischbeck, gest. 12. August 1924 in Großburgwedel bei Hannover), Gustav Reimerdes war der Pate von Gustav Heuser, der zusammen mit seinem Bruder Fritz manche Schulferien gern in Großburgwedel in dem alten Amtsgerichtsgebäude mit dem großen Garten, einem früheren Jagdschloss der hannoverschen Könige verlebt hatte. Ende der 30er Jahre zog Amelie Reimerdes zu ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn Ilse und  Paul Eichwede nach Hannover und mit diesen nach 1945 auf das Gut Neelhof.

Zum 90. Geburtstag von Amelie Reimerdes fanden sich viele Abkömmlinge aus dem Stamm von Julius Heuser d.Ä. auf Gut Neelhof ein, danach waren sie nie alle wieder zusammen gewesen. Der Herausgeber dieser Chronik verbrachte zu diesem Zeitpunkt am Amtsgericht im benachbarten Springe a.D. die 1. Station seiner Referendarzeit. Die erbetene Dienstbefreiung für den 15. März 1955 bekam er sofort mit den besten Empfehlungen an die Jubilarin bewilligt, als sich herausstellte, dass der Springer Amtsrichter einen Teil seiner eigenen Ausbildungszeit über 30 Jahren zuvor bei Gustav Reimerdes in Großburgwedel absolviert hatte.

Amelie Reimerdes wurde insbesondere von allen Heusers geliebt und hochgeehrt; sie blieb bis zu ihrem Ableben im 93. Lebensjahr geistig und körperlich vital. Bei ihrer Beisetzung folgte ihrem  Sarg ein kilometerlanger Trauerzug vom Neelhof zum Friedhof.